Steingeld von Yap

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Das Steingeld von Yap

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Die pazifische Inselgruppe Yap, ein Bundesstaat der Föderierten Staaten von Mikronesien, ist geprägt von alten Traditionen, die zum Teil nach wie vor praktiziert und gepflegt werden. Ein Teil dieser alten Traditionen, welcher auf der aus vier Insel bestehenden Hauptgruppe praktiziert wird, ist das Steingeld, große runde Scheiben aus Stein mit einem Loch in der Mitte, auch Ray genannt. Auch heute noch sind vor fast allen Häusern Steingeld-Scheiben zu finden, allerdings hat die Bedeutung abgenommen und für gewöhnliche Transaktionen werden sie nicht mehr verwendet. Sie werden nur noch selten bewegt und wenn dann meist nur für traditionelle Zwecke. Auch ursprünglich lag der Verwendungszweck eher als Mitgift bei Heirat, als Erbe, als Geschenk bei politischen Übereinkünften oder bei Allianzschließungen. Aber auch als Eintausch gegen Nahrungsmittel wurden sie verwendet. Der Wert des Steingelds war nicht proportional zur Größe (bei manchen Steinen konnte der Durchmesser größer sein als eine Manneslänge), sondern der Aufwand um sie auf die Insel zu transportieren, da sie nicht ursprünglich von Yap, sondern von Palau stammten. Dieses erklärt auch den hohen Wert, da die großen und schweren Steine mit Kanus und Flößen transportiert werden mussten. Als Material für das Steingeld wurde Kalkstein verwendet. Die verschiedenen Scheiben vor den einzelnen Häusern waren (und sind es zum Teil auch noch) ein Zeichen für den Reichtum des Hausbewohners und seinen Status in der Dorfgemeinde.


Herstellung von Steingeld (Foto von 1904 aus dem 1906 erschienenen Buch String Figures and How to Make Them von Caroline Furness Jayne)

Weblinks

http://en.wikipedia.org/wiki/File:String_Figures_and_How_to_Make_Them.djvu (Online-Version des Buches String Figures and How to Make Them von Caroline Furness Jayne, das oben verwendete Foto ist von Seite 194)