Schiffsmotive: Stückgutschiffe

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Stückgutschiffe (General Cargo Ships)

Erläuterung

Bis zum überwältigen und weltumspannenden Erfolg der Containerschiffe (ca. Ende der 1970er Jahre) wurde der größte Teil der Güter auf Stückgutschiffen befördert. Heute sieht man typische "Stückis" immer seltener, da fast alles in Containern befördert wird, bzw. für verschiedene nicht-containerfähige Waren immer neue Schiffstypen entstehen.

Das klassische Stückgutschiff kann außer Flüssigkeiten so gut wie alles laden: Kisten, Fässer, Palletten, Sackgut und Baumwollballen ebenso wie Getreide, Kohle und Erz. Es hat stets ein eigenes Ladegeschirr (Bäume oder Kräne) und kann somit auch in Häfen, wo Lade- und Löscheinrichtungen nicht vorhanden sind, selbst umschlagen. Der Nachteil ist, daß die Sache meist recht lange dauert. Die Stückgüter sind ja nicht standardisiert oder genormt, und für jedes Ladungsgut bedarf es beim Umschlag eigener Techniken und Erfahrung. Wer selbst noch auf Stückgutschiffen gefahren ist, weiß, wie knifflig die Aufgaben und wie hart die Arbeit auf solchen Schiffen oft sein kann.

Entschädigt wurde der Seemann aber oft durch tage-, manchmal wochenlange Liegezeiten in den schönsten Häfen der Welt.

Der Maschinenantrieb kam nicht über Nacht. Aufgeschlossene Reeder begannen, ihre Frachtensegler mit Hilfsmaschinen aufzurüsten, die aber nur benutzt wurden, um auch bei Flaute oder Gegenwind einen Vortrieb zu gewährleisten. Das Hauptantriebsmittel war nach wie vor das Segel. Mit der Zeit wurde die Besegelung jedoch immer spärlicher, und die Maschinen immer größer. Zwar gab es noch viele Seleute, die sich weigerten, auf rein maschinengetriebenen SChiffen zu fahren. Sie argumentierten, daß ein Schiff ohne Segel bei Maschinenschaden ja völlig manövrierunfähig sei (was auch stimmt). Bald wurden die Maschinen jedoch immer zuverlässiger und die Segel waren nur noch Nostalgie.

Neufundland

P-14c, 1 Dollar, 1920, Schiff mit Segel und Maschine

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Ein Frachter als der Anfangszeit des modernen Seeverkehrs. Er hat bereits eine Dampfmaschine (sichtbar am Schornstein), kann aber an seinen zwei Masten noch reichlich Segel setzen.

Albanien

P-42a, 5 Lekë, 1976

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Ein klassischer kleiner Stückgutfrachter (ca. 50er Jahre) vor der Küste Albaniens. Er hat den Hafen von Durazzo verlassen und fährt nun zur Straße von Otranto. Dem Tiefgang nach zu urteilen ist er beladen, sehr wahrscheinlich mit Zement.

Rumänien

P-39a, 5 Lei, 1966

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Ein Bild aus alten Tagen: Stückgutschiffe im Hafen von Constanza am Schwarzen Meer. Luftansicht Richtung Südsüdost.

Litauen

P-27a, 20 Litu, 1930

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Auch diese Banknote zeigt ein Schiff aus vergangenen Tagen, einen Frachter vor dem Hafen von Klaipeda (Memel) bei der Fahrt auf dem Seekanal ins kurische Haff.


Cuba

P-106, 1 Peso, Gedenkbanknote: 15 Jahre wirtschaftliche Entwicklung

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Die Azucarera (Zuckerfabrik) von Matanzas ist ein wichtiger Grundpfeiler der cubanischen Wirtschaft. Sie liegt direkt am Meer und verfügt über ein eigenes Verladeterminal, an dem Schiffe Tag für Tag Zucker für Empfänger in aller Welt laden.

El Salvador

P-142a, 25 Colones, 1996, Hafen von Acajutla

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Luftansicht des Hafens Acajutla in El Salvador. Hier werden hauptsächlich Zucker und Bananen verschifft.

Und so sieht dieser Hafen auf einer elektronischen Seekarte für den Nautiker aus:

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Man erkennt das Land, die Tiefen, die Piers, Becken und den Wellenbrecher (Muelle Nacional), der den Hafen von der hohen aus Westen ankommenden Dünung schützt.

Saudi-Arabien

Saudi Arabien, P-12a, 5 Riyals, 1968, Hafen von Dammam

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Ein Bild aus alten Tagen. Die hier abgebildeten Stückgutfrachter sind teilweise Vorkriegsbauten und sicher längst nicht mehr in Fahrt. Auch den Hafen von Dammam am Persischen Golf erkennt man hier kaum noch. Er ist längst um ein Vielfaches größer. Dammam trägt den Beinamen Mina Al-Malik Abd al-Aziz (Hafen des Königs Abdulaziz).

Algerien

P-125a, 100 Dinars, 1964, Umschlag im Hafen von Algier

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Stückgutumschlag pur. Alte Frachter aus den 1920er Jahren löschen Stückgüter im Hafen von Algier.

Äquatorialafrikanische Staaten

P-1f, 100 Francs, 1961-62, Schiffe im Hafen

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Hafenmotive finden sich auf afrikanischen Banknoten relativ häufig; hier Schiffe im Hafen von Pointe Noire im Kongo.


Mauritius

P-33c, 50 Rupees, 1967-82, Schiffe auf der Reede vor Port Louis

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Auch das Schiff im Vordergrund auf dieser Banknote ist ein Stückgutfrachter. Port Louis ist die Hauptstadt von Mauritius und besitzt den größten und wichtigsten Hafen des Inselstaates.


Eritrea

P-5, 50 Nakfa, 1997, Hafen von Assab

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Heutzutage geht es auch in afrikanischen Häfen moderner zu. Hiér liegt ein Stückgutfrachter mit Kränen an der Pier. Davor noch ein herkömmlicher "Stücki" mit Bäumen.

Der Export von tropischen Edelhölzern ist für viele afrikanischen Länder eine Existenzfrage.

Ghana

P-3a, 5 Pounds, 1959, Holzverschiffung in Takoradi

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Hier liegen die schwimmenden Logs (Baumstämme) schon bereit. Das Schiff, das sie übernehmen soll, liegt bereits vor Anker. Logs sind eine Ladung, die dem Schiff nicht guttut. Baumstämme sind schwer und sperrig. Es muß ganz grauenvoll gemurkst werden, bis alles im Laderaum ist, und es geht nie ohne Bruch und Beulen ab. Allerdings bezahlen Baumstämme außerordentlich gute Fracht.

P-34, 5.000 Cedis, 1996 - 2003, Holzverschiffung

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Auch 40 Jahre später wählt Ghana immer noch dasselbe Motiv. Sogar das Schiff ist derselbe uralte Kahn wie auf dem Schein zuvor, was natürlich unmöglich ist.

External Links

Wer wohnt oder kommt an die Küste und in Häfen?

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