Jiří z Poděbrad

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Biographie von Jiří z Poděbrad

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Jiří z Poděbrad (Georg von Podiebrad) war von 1458 bis 1471 König von Böhmen.
Der am 6. April 1420 geborene Jiří z Poděbrad entstammte dem mährischen Adelsgeschlecht von Kunstadt, das über umfangreiche Besitzungen in Mähren und Böhmen verfügte. Er wurde schon früh mit den poltischen Wirren und kriegerischen Auseinandersetzungen der Region konfrontiert, da sein Vater und seine Familie Anhänger der Hussiten waren. Seit er 14 Jahre alt war kam es immer wieder zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in Böhmen.
Im Jahr 1451 ernannte Kaiser Friedrich III. Jiří z Poděbrad zum Landesmarschall von Böhmen und die Stände wählten ihn im selben Jahr zum Landesverweser. Am 27. Februar 1458 wurde Jiří von einer Ständemehrheit zum König erhoben und gekrönt. Er war der erste König in Europa, der dem katholischen Glauben abschwor und zur Konfession der Hussiten übertrat. 1464 erklärte der neu gewählte Papst Paul II. Jiří z Poděbrad zum Ketzer. Trotz seiner wirtschaftlichen Erfolge in Böhmen kam es daher auch immer wieder zur Auseinandersetzungen mit katholischen Adligen. Er gehört auch den ersten Herrschern die Europa als Ganzes betrachteten: 1462 hatte er den ersten europäischen Föderations-Plan mit 21 Artikeln erstellt, wobei verschiedene gemeinsame europäische Einrichtungen vorgesehen waren, darunter Heer, Haushalt, Gericht, Volksvertretung, Asyle, Verwaltung und ein Wappen.
Am 22. März 1471 starb er in Prag. Da bei seiner Wahl zum König wurde festgelegt wurde, dass das Königsamt nicht vererbbar sei, konnte ihm keiner seiner Söhne nachfolgen. Aus seinen 2 Ehen hatte er insgesamt 9 Kinder.
Jiří z Poděbrad wird bis heute von den Tschechen als identitätsstiftende Figur verehrt da er zu ihren wenigen nicht-katholischen Königen zählt.



Tschechoslowakei: P-65a, 1000 Korun, 1945, Vorderseite

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