Dschinghis Khan

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Dschinghis Khan

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Der Name Dschinghis Khan bedeutet auf mongolisch etwa Ozeanischer Khan. Er war der Begründer des mongolischen Weltreichs. Geboren wurde er etwa zwischen 1155 und 1167 am Onon-Fluss, gestorben ist er am 18.08.1227 vor Ningshia.
Er war der Sohn eines kleinen Stammesfürsten unter der Oberhoheit der Türken und setzte sich seit 1188 gegen die anderen mongolischen und türkischen Stämme seiner Heimat durch und wurde zum Herren der gesamten Mongolei. Bis 1211 unterwarfen sich ihm die Uiguren, die Tanguten und die türkischen Karluken. 1215 ließ er den Angriff auf Nord-China eröffnen. Seine Heere eroberten Peking, weite Teile Nord-Chinas und 1219 Korea. Im Westen vernichteten seine Truppen 1218 die letzten Reste des Staates Kara-Kitai und in Nordpersien das Reich der Choresm-Schahs.
Am Kaukasus vorbei stießen mongolische Heere in die Süd-Ukraine vor, besiegten Russen und Kumanan 1223, zogen aber bald nach Osten ab. Bei seinem Tode (vor der Hauptstadt der Tanguten) hinterließ Dschinghis Khan ein Reich, das vom Chinesischen Meer bis an die Pforten Europs reichte und unter seinen Söhnen Tschagatai, Ügedei, Tului und seinem Enkel Batu (Führer der Goldenen Horde) aufgeteilt wurde. Seine Erben erweiterten das Reich bis 1260 noch wesentlich.
Dschinghis Khan gehört zu den größten Feldherren und Staatsgründern der Geschichte. Sein Selbstverständnis als Weltherrscher wurde vielleicht von chinesischen und christlichen Weltreisenden beeinflusst. Der lange Bestand seines nach den Grundsätzen des Nomadentums organisierten Reiches beruhte auf der raschen Angleichung der Mongolen an die chinesische und iranische Kultur und auf Dschinghis Khans starker religiöser Toleranz. Auf diese Weise wurde er auch zum Mittler zwischen vielen Kulturen und zum Wegbereiter eines neuen Weltverkehrs.


Mongolei: P-NEW, 500 Tugrik, 2007, Vorderseite mit Porträt Dschinghis Khan

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