Richard Koch: Unterschied zwischen den Versionen

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Banknoten der preußischen Bank bis Ausfertigungsdatum 1. Mai 1874 (entsprechend seiner Position als Mitglied im Direktorium an hinterer Stelle)
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Banknoten der Reichsbank mit Ausfertigungsdatum 1. Januar 1876 bis 2. Januar 1884 (entsprechend seiner Position als Mitglied des RBD an hinterer Stelle)
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Banknoten der Reichsbank mit Ausfertigungsdatum 1. Januar 1891 bis 8. Juni 1907 (entsprechend seiner Position als Präsident des RBD an vorderster Stelle)
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* Acta Borussica Band 8/II, S. 568
 
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* Verwaltungs-Bericht der Reichsbank für das Jahr 1888, Reichsdruckerei, Berlin 1889
 
* Verwaltungs-Bericht der Reichsbank für das Jahr 1888, Reichsdruckerei, Berlin 1889
 
* Von der königlichen Bank zur Deutschen Reichsbank, Druckerei der Deutschen Reichsbank, Berlin 1940
 
* Von der königlichen Bank zur Deutschen Reichsbank, Druckerei der Deutschen Reichsbank, Berlin 1940
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* Pick, Albert, Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland, Battenberg Verlag Augsburg 1991, S. 315

Version vom 3. September 2012, 20:20 Uhr

Richard Koch

Wirklicher Geheimer Rath Dr. Richard von Koch
Richard Koch-Sign.jpg

Dr. Richard Eduard Koch, ab 1908 von Koch, (* 15. September 1834 in Cottbus; † 15. Oktober 1910 in Berlin), war der zweite Präsident der Reichsbank, Wirklicher Geheimer Rath und Mitglied des preußischen Herrenhauses.

Lebenslauf

Koch studierte seit 1850 Jura in Berlin, war ab 1862 Stadt- und Kreisrichter in Danzig, ab 1865Richter am Stadtgericht in Berlin und wurde 1868 zum Schriftführer der Zivilprozeßkommission des Norddeutschen Bundes berufen.

1870 trat Koch als Hilfsarbeiter in das Direktorium der preußischen Bank ein und wurde 1871 zu ihrem Justitiar ernannt. Gleichzeitig wurde er Mitglied des preußischen Hauptbank-Direktoriums.

Als die Reichsbank am 1.1.1876 ins Leben trat, wurde Koch Mitglied und Justitiar des Reichsbank-Direktoriums (RBD). 1888 bekam er die 1887 geschaffenen Stelle des Vizepräsidenten des RBD übertragen. Am 23.5.1890 wurde er als Nachfolger des verstorbenen Hermann von Dechend Präsident des RBD. Am 5.1.1908 schied Koch aus dem Dienst der Reichsbank aus.

Bis 1876 wirkte er wesentlich bei der Umwandlung der preußischen Bank zur Reichsbank mit. Unter Kochs Leitung konnte der Giroverkehr von der Reichsbank in ganz Deutschland durchgesetzt werden. Das Checkgesetz von 1908 wurde wesentlich von Koch geprägt. Zudem war er ein entschiedener Verfechter der Goldwährung.

Koch wurde von mehreren Universitäten als Dr. h.c. ausgezeichnet: Heidelberg 1886, Straßburg 1903 und München 1908. 1891 wurde er Kronsyndikus und als solcher auf Lebenszeit ins Preußische Herrenhaus berufen. In seiner Heimatstadt Cottbus wurde er 1903 zum Ehrenbürger ernannt. Mit seinem Ausscheiden aus dem Dienst der Reichsbank wurde er in den Adelsstand erhoben.

Banknoten

Viele Banknoten tragen seine Unterschrift:

Banknoten der preußischen Bank bis Ausfertigungsdatum 1. Mai 1874 (Unterschrift entsprechend der Position als Mitglied im Direktorium an hinterer Stelle)

Banknoten der Reichsbank mit Ausfertigungsdatum 1. Januar 1876 bis 2. Januar 1884 (Unterschrift entsprechend der Position als Mitglied des RBD an hinterer Stelle)

Reichsbanknote 100 Mark, Ausfertigung 1883

Banknoten der Reichsbank mit Ausfertigungsdatum 1. Januar 1891 bis 8. Juni 1907 (entsprechend der Position als Präsident des RBD an vorderster Stelle)

Reichsbanknote 50 Mark, Ausfertigung 1906

Literatur

  • Acta Borussica Band 8/II, S. 568
  • Pohl, Manfred, „Koch, Richard“, in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 273 f.
  • Reichsbank 1876-1900, Reichsdruckerei, Berlin 1901
  • Die Reichsbank 1901-1925, Druckerei der Reichsbank, Berlin 1925
  • Verwaltungs-Bericht der Reichsbank für das Jahr 1887, Reichsdruckerei, Berlin 1888
  • Verwaltungs-Bericht der Reichsbank für das Jahr 1888, Reichsdruckerei, Berlin 1889
  • Von der königlichen Bank zur Deutschen Reichsbank, Druckerei der Deutschen Reichsbank, Berlin 1940
  • Pick, Albert, Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland, Battenberg Verlag Augsburg 1991, S. 315