Benutzer:Lerge 1972

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Altershilfe des Deutschen Volkes - Provinz Niederschlesien (Serienscheine)


Zitat: ,,Altersarmut nach dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zu einem deutlichen Anstieg der Zahl alter Menschen, die auf öffentliche Unterstützung angewiesen waren. In den Jahren der Inflation und der Weltwirtschaftskrise wurden immer mehr ältere Menschen aus dem Arbeitsleben hinausgedrängt. Beamte und Angestellte über 65 Jahre hatten inzwischen Anspruch auf Pensions- beziehungsweise Rentenzahlungen; Arbeiter konnten ab 70 Jahren eine Altersrente erwarten. Diese Versicherungsleistungen waren jedoch als Beihilfen konzipiert und bedeuteten keine ausreichende Absicherung, so dass viele alte Menschen länger erwerbstätig blieben. 1923 wurde die Zwangspensionierung aller Beamten über 65 Jahre im ganzen Deutschen Reich gesetzlich verankert.

Auch ältere Arbeiter und Angestellte wurden in den Ruhestand geschickt, der sie oft zu Empfängern von Sozialleistungen werden ließ. Hinzu kam, dass auch viele Angehörige des Mittelstandes, die versucht hatten, ihre Altersversorgung selbst zu erwirtschaften, ihr Vermögen verloren hatten und nun ebenfalls auf öffentliche Gelder angewiesen waren. Rein quantitativ hatte sich in der Altersgruppe der über 65-Jährigen nicht viel geändert. Nach wie vor machten sie nur circa fünf bis sechs Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

"Altershilfe des deutschen Volkes"

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, darunter auch die Innere Mission, riefen Anfang der 20er Jahre die „Altershilfe des deutschen Volkes“ ins Leben, deren Aufgabe einerseits darin bestand, Geld für die individuelle Unterstützung alter Menschen zu sammeln, andererseits aber auch darin, „die Ehrfurcht vor dem Alter“ neu zu beleben und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Unterstützung der Alten eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft sei. Darüber hinaus wollte die Altershilfe Kräfte nutzbar machen, die eine Selbsthilfe auf „genossenschaftlicher Grundlage“ ermöglichten. Das neue Hilfswerk hatte keinen besonderen Erfolg und es bestand nur kurze Zeit."

Quelle: https://www.diakonie.de/altenhilfe

Anmerkung:
Für diese Scheine gab es auch, so wie bei den Scheinen vom Ev. Arbeitsausschuß für die Lutherfestspiele eine kleine Papiertüte. Eine Abbilung liegt mir aber nicht vor.
Altershilfe - 1 Mark, Vorderseite,
Bildnis von Karl von Holtei (Schriftsteller),
Gültig: bis 30.05.1922
Typ: Gutschein
Größe: 100 x 70 mm
Material: Papier weiß
Schrift + KN: schwarz / ohne
Druck: GRASS, BARTH & COMP. W.FRIEDRICH, BRESLAU
WZ: ohne
Noske 3.1
Keller IV-146
Meyer 1
Grabowski-Mehl 185-1
Altershilfe - 1 Mark, Rückseite,
Der Dom an der Holteihöhe
Altershilfe - 2 Mark, Vorderseite,
Bildnis von Gustav Freytag (Schriftsteller),
Gültig: bis 30.05.1922
Typ: Gutschein
Größe: 100 x 70 mm
Material: Papier weiß
Schrift + KN: schwarz / ohne
Druck: GRASS, BARTH & COMP. W.FRIEDRICH, BRESLAU
WZ: ohne
Noske 3.2
Keller IV-146
Meyer 2
Grabowski-Mehl 185-1
Altershilfe - 2 Mark, Rückseite,
Eingang zum Haus von T.O. Schroeter (aus dem Roman ,,Soll und Haben")
Altershilfe - 5 Mark, Vorderseite,
Bildnis von Paul Keller (Schriftsteller),
Gültig: bis 30.05.1922
Typ: Gutschein
Größe: 100 x 70 mm
Material: Papier weiß
Schrift + KN: schwarz / ohne
Druck: GRASS, BARTH & COMP. W.FRIEDRICH, BRESLAU
WZ: ohne
Noske 3.3
Keller IV-146
Meyer 3
Grabowski-Mehl 185-1
Altershilfe - 5 Mark, Rückseite,
Rathaus zu Breslau
Altershilfe - 10 Mark, Vorderseite,
Bildnis von Paul Keller (Schriftsteller),
Gültig: bis 30.05.1922
Typ: Gutschein
Größe: 100 x 70 mm
Material: Leinen beschichtet weiß
Schrift + KN: schwarz / ohne
Druck: GRASS, BARTH & COMP. W.FRIEDRICH, BRESLAU
WZ: ohne
Noske 3.4
Keller IV-146
Meyer 3
Grabowski-Mehl 186-1
Altershilfe - 10 Mark, Rückseite,
Agnetendorf im Riesengebirge