Memelgebiet

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Memelgebiet

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Das Memelgebiet war der nördlich der Memel und der Russ gelegene Teil Ostpreussens (2.417 m², 154.000 Einwohner 1934). Im Versailler Vetrag (1919) wurde das Memelgebiet an die Alliierten abgetreten (ohne Volksbefragung). Im April 1919 erhoben über 80% der Einwohner Protest bei der Entente gegen eine Angliederung an Litauen.
Die Verwaltung wurde 1920 von Frankreich im Namen der Alliierten übernommen. Gleichzeitig mit der französischen Ruhrbesetzung Anfang 1923 drangen litauische Freischärler ins Memelgebiet ein, ohne dass die französische Besatzung Widerstand leistete. Nach dem Memelstatut von 1924 war das Memelgebiet ein Gliedstaat Litauens. Die Pariser Konferenz fügte sich der Gewaltlösung.
Im März 1939 gab Litauen das Memelgebiet dann an das Deutsche Reich zurück. Es wurde wieder der Provinz Ostpreussen eingegliedert. Litauen erhielt in Memel eine Freihafenzone. 1944 wurde es geräumt und gehörte sodann zur Sowjetunion.