Manuel Blanco Encalada

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Biographie von Manuel Blanco Encalada

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Manuel Blanco Encalada war ein chilenischer Offizier und Politiker. Er wurde am 21.04.1790 in Buenos Aires als Sohn eines spanischen Vaters und einer chilenischen Mutter geboren. Nach dem Schulbesuch trat er 1805 in die Marineakadamie von Cádiz in Spanien ein, die er 1807 als Leutnant verließ. Hier sammelte er 1808 auch erste praktische Erfahrungen in der Seeschlacht gegen die französische Marine Napoleons.
Als 1812 sein spanisches Kriegsschiff in Montevideo ankerte, setzte sich Blanco Encalada heimlich ab, um nach Chile zu gehen und dort am Unabhängigkeitskampf teilzunehmen. Nach der Schlacht von Rancagua nahmen die Spanier ihn jedoch gefangen und verurteilten ihn wegen Fahnenflucht zum Tode. Die Strafe wurde jedoch in Verbannung auf die Juan-Fernández-Inseln umgewandelt und nach dem Sieg der Chilenen konnte er 1817 wieder heimkehren.
Er schloss sich wieder den chilenischen Truppen an und wurde im Juni 1818 zum kommandierenden General und Befehlshaber der Flotte ernannt.
1826 wurde Blanco Encalada vom Kongress zum Außenminister und am 09.04.1826 zum Präsidenten der Republik berufen - als erster, der diesen Titel führen sollte. Am 09.09.1826 trat er wieder zurück und überließ das Amt Agustín Eyzaguirre, den er vorher zum Vizepräsidenten berufen hatte. Ab 1837 wurde er in die militärischen Kämpfe gegen die peruanisch-bolivianische Konföderation verwickelt, wurde aber bald wegen des ungünstigen Verlaufs der Kämpfe seiner Ämter enthoben. Er ging daraufhin nach Europa und kehrte erst 1847 zurück, um Bürgermeister in Valparaíso zu werden. Zudem saß er ab 1849 im chilenischen Senat.
Er starb am 15.08.1876 in Santiago de Chile.