Waltiere

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Waltiere

In alter Zeit - es war einmal -
Da lebte noch im Wald der Wal;
Die Haut vor weiß Gott wieviel Jahren
War noch bedeckt mit dichten Haaren,
Er hatte Füße gar, mit Hufen,
Zum Seemann schien er nicht berufen.

Ob nun der Wal aus freier Wahl,
Ob nur gezwungen, sich zur Qual,
Gewöhnt sich hat, im Meer zu wohnen
Und obendrein in kalten Zonen,
Wo es nur Wasser gibt und Eis,
Gehört zu dem, was niemand weiß.

Grönland, P-19, 10 Kroner, 1953 - 1967: Wal

Schlechthin der Walfisch ist allein
Uns so bekannt ganz allgemein,
Und im Gedächtnis uns so frisch,
Daß jeder weiß: Es ist kein Fisch.
Gesehn hat ihn fast keiner freilich,
Und das ist auch durchaus verzeihlich,
Denn wo sollt man ihn sehen, wo?
Ein solches Untier hat kein Zoo.

Italien, P-93a, 500 Lire, 1966 - 1975: Delphine

Der Laie kennt, nebst andern, ihn -
Den Schweinsfisch, kurzerhand Delphin.
Und in der Tat, er ist sein Vetter,
Sie beide ziehn, bei schönem Wetter
Als unermüdliche Begleiter
Mit unsern Schiffen weit und weiter.

Falkland-inseln, P-15a, 20 Pounds, 1984: Robben

Hier müßten eigentlich wir stoppen,
Doch nehmen wir hinzu die Robben.
Walrossig, hundig, oder öhrig,
Als mittelbar zum Wal gehörig.
Zum Fische noch nicht ganz entschlossen,
Besitzen sie, geformt zu Flossen,
Noch ihre Beine - alle viere,
Doch äußerst mühsam gehn die Tiere
Spazieren auf dem trocknen Land.
Im Wasser sind sie höchst gewandt.

Sie leben kaum wohl mit dem Ziel
Die Damen zu erfreun als Seal.

Ein alter Seebär, stark und tüchtig,
Und selbstverständlich eifersüchtig
Hat vierzig Weibchen oft und mehr,
Und gibt davon nicht eines her.

Die Aussicht für den Jüngeling
Bei solchem Klüngel, ist gering.
Und wenn ein Weibchen, jung und fett,
Auch zu ihm blinzelt, recht kokett,
Es bleibt dann doch bei seinem Alten,
Der reich genug, es auszuhalten.

Der Jüngling tröstet sich auf später,
Bis futsch sind die Kommerzienräter
Und er es selbst so weit gebracht -
Worauf ers dann genauso macht.¹)


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¹) Verse aus Eugen Roth, Tierleben, Carl Hanser Verlag, München 1948