Walter Scott

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Biographie von Sir Walter Scott

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Sir Walter Scott war ein schottischer Schriftsteller, der vor allem wegen seiner Historienromane bekannt war.
Geboren wurde er am 14.08.1771 in Edinburgh. Als Kind erkrankte er an Kinderlähmung und behielt als Folge der Krankheit sein Leben lang ein lahmes Bein. Sein Vater war Anwalt und er drängte seinen Sohn, auch eine juristische Laufbahn einzuschlagen. So begann er an der Universität Edinburgh Jura zu studieren.
Mit 25 Jahren begann er sich dem Schreiben zuzuwenden. Zunächst übersetzte er deutsche Literatur ins Englische. Dann begann er zahlreiche Gedichte zu schreiben, die er später in einem dreibändigen Werk mit schottischen Balladen veröffentlichte.
1797 heiratete er Charlotte Carpenter, mit der er fünf Kinder hatte.
Ab etwa 1805 wurden seine Gedichte sehr populär und erschienen zum Teil auch in deutscher Übersetzung.
Im Jahre 1814 geriet sein Verlag in finanzielle Schwierigkeiten und Scott nahm sich zur Rettung des Verlages vor, einen echten Bestseller zu schreiben. Anonym veröffentlichte er den Roman Waverley. Der Roman beschrieb die Geschichte der letzten jakobitischen Erhebung im Jahre 1745 für Unabhängigkeit Schottlands und war ein großer Erfolg. So veröffentlichte er in den folgenden Jahren weitere Romane ähnlicher Machart, die ebenfalls in Schottland spielten. Er veröffentlichte sie wieder anonym als der Autor von Waverley. Trotzdem kam Scott immer wieder als Autor der Romane ins Gerede. 1820 erschien sein letzter schottischer Roman Ivanhoe.
Aufgrund des großen Ruhms, den er mit seinem Werk erlangte, wurde ihm der Titel eines Baronets verliehen.
1825 geriet er in finanzielle Schwierigkeiten. Doch statt Bankrott anzumelden, gründete er einen Treuhandfonds über sein Haus und sein Einkommen und schrieb sich seinen Weg aus den Schulden. Bis 1831 veröffentlichte er weitere Romane sowie eine Biografie über Napoléon. Dann verschlechterte sich sein Gesundheitszustand sehr schnell, und er starb 21.08.1832 in seinem Haus in Abbotsford nahe Melrose. Scott wurde in der Dryburgh Abbey beerdigt.
Sir Walter Scott wird vor allem in Schottland sehr verehrt, da er mit seinen Romanen der schottischen Kultur wieder zu höherem Ansehen und Popularität verhalf; nach der jakobitischen Revolution waren die nationalen Eigenarten und Traditionen zum Teil sogar verboten gewesen. Zum anderen machte er den historischen Roman zu einer vielgelesenen Gattung der Literatur in ganz Europa.
Sein Porträt erscheint erstmals 1968 auf den letzten Banknoten zu 1 und 5 Pfund der British Linen Bank. Nachdem diese Bank mit der Bank of Scotland fusionierte, übernahm man dieses Motiv auch für die folgende von 1970 – 1994 umlaufende Serie. Auch die seit 1995 im Umlauf befindliche Serie der Bank of Scotland trägt auf allen Nominalen das Porträt von Sir Walter Scott.


Schottland: P-121c, 20 Pounds, 22.03.1999, Porträt Sir Walter Scott

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