Währungsunion: Westafrika

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Westafrikanische Währungsunion

Allgemeines

Einige 1960 von Frankreich unabhängig gewordenen Staaten Westafrikas beschlossen eine gemeinsame Währung und gründeten die Banque Centrale des États de l'Afrique de l'Ouest (B.C.E.A.O.). Jedes Teilnehmerland bekam einen Codebuchstaben zugewiesen, aufgrund dessen eine Zuordnung zu dem Ausgabeland ersichtlich wird - denn die Motive sind je Wertstufe völlig identisch. Folgende Buchstaben wurden verwendet:

  • A = Elfenbeinküste
  • B = Benin (früher Dahomey)
  • C = Burkina Faso (früher Obervolta)
  • D = Mali
  • E = Mauretanien
  • H = Niger
  • K = Senegal
  • S = Guinea-Bissau
  • T = Togo

Mali nahm nur in den ersten beiden Jahren an der Währungsunion (bis 1961) teil, verliess die Gemeinschaftswährung und führte den eigenen Franc ein. 1981 kehrte Mali wieder zum Franc der Banque Centrale des Etats de l'Afrique de l'Ouest zurück.
Mauretanien verliess die Währungsgemeinschaft 1973 und führte die eigene Währung Ouguiya ein.
Guinea-Bissau trat 1997 bei.


1959 - 1977 (1. Serie)

Bei der 1. Banknotenserie gibt es Ausgaben, die kein Datum tragen. Doch mithilfe der Signatur ist in den meisten Fällen eine ungefähre zeitliche Einordnung möglich. Die Serie besteht aus diesen Werten:

  • 100 Francs
  • 500 Francs
  • 1.000 Francs
  • 5.000 Francs

1977 - 1992 (2. Serie)

1981 kehrte Mali in den Kreis der Mitglieder zurück.

Die Serie besteht aus diesen Werten:

  • 500 Francs
  • 1.000 Francs
  • 5.000 Francs
  • 10.000 Francs

1981 wurden einige Werte (500 Francs Elfenbeinküste P-106B, Benin P-206B, Burkina Faso P-306B, Mali P-405D, Niger P-606H und Senegal P-706K) bei der französischen Druckerei François-Charles Oberthur hergestellt.
Bei den Serien B7 - Q8 und W9 trat die Besonderheit auf, dass in der Kontrollnummer oben immer (fälschlicherweise) 3 Nullen am Anfang standen. Grund dafür ist eine Blockade der ersten Ziffer-Rotoren gewesen.
Dies gilt auch für den Tausender in den ersten 5 Serien bis ca. M005.


1991 - 2003 (3. Serie)

1997 trat das seit 22 Jahren unabhängige Guinea-Bissau, eine ehemalige portugiesische Kolonie, dem Gemeinschaftswährungsraum bei und schaffte seinen eigenen Peso zugunsten des Francs ab.
Obwohl Guinea-Bissaus Amtssprache Portugiesisch ist, ist auf den Gemeinschaftsausgaben weiterhin allein nur die französische Sprache zu finden.
In dieser Serie gibt es eine Banknote zu 2.500 Francs. Dieses Nominal fand bei der Bevölkerung keinen Anklang, es wurde einfach nicht akzeptiert. Aus diesem Grund wurde es auch nur drei Jahre (von 1992 - 1994) gedruckt.
Die Serie besteht aus diesen Werten:

  • 500 Francs
  • 1.000 Francs
  • 2.500 Francs
  • 5.000 Francs
  • 10.000 Francs

Das Ausgabejahr lässt sich durch die Seriennummer bestimmen: die ersten beiden Zahlen geben das Ausgabejahr an.


2003 - … (4. Serie)

Bei dieser Serie wurde ein erfolgreicher Ersatz für die unbeliebte 2.500-Francs-Note aus der 3. Serie gefunden: die Banknote zu 2.000 Francs.
Doch gleichzeitig forderte die Inflation ihren Tribut: der Wert zu 500 Francs existierte in dieser Serie bis 2011 nur als Münze. Im Jahr 2012 wurde die Banknote zu 500 Francs wieder eingeführt. Die Serie besteht aus diesen Werten:

  • 500 Francs
  • 1.000 Francs
  • 2.000 Francs
  • 5.000 Francs
  • 10.000 Francs

Das Ausgabejahr lässt sich durch die Seriennummer bestimmen: die ersten beiden Zahlen geben das Ausgabejahr an.


Signaturen