Rafaela Herrera

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Rafaela Herrera

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1672 hatte der spanische General Fernando Francisco de Escobedo die Festung El Castillo bauen lassen. Schliesslich galt der Río San Juan als die wichtigste Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik. Von San Juan del Norte am Atlantik konnten Schiffe den Fluss bis San Carlos befahren und dann über den Lago de Nicaragua setzen. Von dort war es nur noch ein kurzes Stück bis zur Pazifikküste. Englische Truppen hatten ihre Festungen an der atlantischen Moskitoküste, von wo aus sie spanische Schiffe überfielen. Und Piraten, die im Dienst des englischen Königshauses standen, waren eine weitere Bedrohung: die Kaperschiffe des Henry Morgan oder John Morris waren gefürchtet. Sie hatten es abgesehen auf die von den Spaniern eroberten Goldschätze aus der Neuen Welt, die über den Río San Juan zum Atlantik und von dort nach Europa gebracht wurden.
1762 trotzten die spanischen Verteidiger von El Castillo dem Angriff einer englischen Flotte von 50 Booten mit insgesamt 2.000 Soldaten und verbündeten Misquito-Indianern.
Noch heute erinnern Gedenktafeln und ein kleines Museum an die glorreiche Tat der Heldin Rafaela Herrera. Sie war 19 Jahre alt und die Tochter des kurz zuvor gestorbenen Festungskommandanten. Den Angriff, den die Engländer wegen der scheinbaren Führungsschwäche in der Festung wagten, beantworteten die Spanier mit gezielten Kanonenschüssen. Dabei tat sich Rafaela Herrera als treffsicherer Kanonier besonders hervor.
Die Schlacht trug dazu bei, den Krieg zwischen England und Spanien zu beenden: Im Februar 1763 unterzeichneten die beiden Seemächte ein Abkommen, in dem die Spanier auf Florida verzichteten und die Engländer der spanischen Krone Havanna zurückgaben.
Überfälle von Piraten hat es von der Moskitoküste aus jedoch noch einige Jahrzehnte gegeben.


Nicaragua: P-180, 5 Cordobas, 1995

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