Miguel Garcia Granados

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Biographie von Miguel Garcia Granados

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General Miguel García Granados Zavala war ein Militär und Politiker in Guatemala.
Er wurde als Sohn einer wohlhabenden Familie am 29.08.1809 bei Cadiz in Spanien geboren. Seine Eltern stammten aus der Kolonie von Guatemala, waren aber 1792 nach Spanien gegangen. 1811 gingen sie nach der Besetzung Spaniens durch Napoleon zurück, so daß der Sohn seine Schulbildung in Guatemala begann. Er besuchte dann höhere Schulen in den USA und in England. Entsprechend der Familientradition schlug er schließlich eine Offizierslaufbahn ein.
Ab etwa 1860 wandte er sich zunehmend auch politischen Aufgaben zu und wurde schließlich für die Liberalen Angeordneter im Parlament.
Er unterstützte 1867 den bewaffneten Aufstand des Feldmarschalls Serapio Cruz gegen die diktatorische, konservative Regierung von Vicente Cerna. Der Aufstand wurde 1869 niedergeschlagen und endete mit der Hinrichtung von Cruz. Garcia Granados floh nach Mexiko. Hier rüstete er mit Unterstützung von Benito Juárez und zusammen mit General Justo Rufino Barrios eine neue Armee aus. Sie errangen mehrere Siege gegen die Regierungstruppen unter dem persönlichen Befehl Präsident Cernas. Am 30.06.1871 nahmen sie Guatemala-Stadt ein und bewirkten den Sturz der Regierung Cerna und dessen Flucht ins Ausland.
Mit der sogenannten Erklärung von Patzicía erkannten die liberalen Revolutionäre Präsident Cerna das Amt ab und legten fest, dass Miguel García Granados für eine Übergangszeit von zwei Jahren das Amt des Präsidenten übernehmen sollte. Zu den wichtigsten Reformen, die García Granados während seiner Regierungszeit in die Wege leitete gehörten die Einführung der allgemeinen Pressefreiheit, die Beschneidung der Macht der katholischen Kirche durch Ausweisung der Jesuiten sowie zweier Bischöfe und Verbot der Erhebung des Zehnten, die Organisation der Offiziersausbildung durch Gründung der Offiziersakademie Escuela Politécnica, die Gründung eines Entwicklungsministeriums (Ministerio de Fomento) und die einheitliche Festlegung der Volljährigkeit für Männer und Frauen auf 21 Jahre. Außerdem führte er mit Verordnungen vom 17.08. und 18.11.1871 die bis heute übliche Fahne und das Staatswappen ein. Seine Regierungszeit endete am 04.06.1873.
García Granados war mit Cristina Saboría verheiratet, mit der er mehrere Kinder hatte. In den Jahren 1877/78 war der kubanische Dichter José Martí ein häufiger Gast in García Granados' Haus und verliebte sich in dessen Tochter María, der er in seinem Gedicht La Niña de Guatemala (Das Mädchen aus Guatemala) ein literarisches Denkmal setzte. García Granados' ältere Schwester María Josefa erlangte als Schriftstellerin und Publizistin Bekanntheit; ein Enkel von ihm, der Oberst Miguel García Granados Solís als Flugpionier.
Er starb am 08.08.1878 in Guatemala-Stadt.


Guatemala: P-61c, 1 Quetzal, 1983, Porträt Garcia Granados

1 Quetzal