Michel Micombero

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Biographie von Michel Micombero

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Michel Micombero war Offizier und von 1966 bis 1976 Präsident von Burundi.
Geboren wurde er 1940 in Rutovu in einer katholischen Tutsi-Familie. Er schlug eine Laufbahn beim Militär ein und beendete seine Ausbildung 1965 in Belgien.
Nach seiner Rückkehr machte er in der von der Volksgruppe der Tutsi kontrollierten Armee schnell Karriere und wurde Verteidigungsminister.
Am 18.10.1965 setzten die Hutus unter ihrem Führer Gervais Nyangoma mit einem Putsch den König ab. Die von der Volksgruppe der Hutus kontrollierten Polizeikräfte begannen danach in einigen Teilen des Landes Tutsi zu ermorden.
Micombero stürzte daraufhin mit Unterstützung der Armee das Regime von Nyangoma. Am 11.07.1966 wurde Micombero zum Premierminister ernannt. Am 28.11.1966 setzte er dann König Ntare V, der auf einer Reise nach Uganda war, ab und machte sich selbst zum Präsidenten.
Micombero verfolgte mit seinem Regime eine Art afrikanischen Sozialismus und installierte unter Führung seiner Partei UPRONA (Union pour le Progrès National) ein Ein-Parteien-System. Die in dieser Regierung überwiegenden Tutsi verfolgten weiterhin die Hutus und Tausende flohen in die umliegenden Länder.
1972 organisierten diese Hutu-Flüchtlinge einen Aufstand gegen das Regime von Micombero, der aber blutig niedergeschlagen wurde. Danach kam es zu einer organisierten ethnischen Verfolgung bei der mindestens 150.000 Hutus ermordet wurden.
Micombero verfiel in den folgenden jahren zunehmend der Korruption und dem Alkoholismus. Am 01.11.1976 wurde er von seinem stellvertretenden Stabschef und Cousin Jean-Baptiste Bagaza entmachtet.
Er floh ins Exil nach Somalia wo er 1983 in Mogadishu an einem Herzinfarkt starb.


Burundi: P-26a, 5.000 Francs, 01.04.1968, Porträt Micombero

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