Kroatien: Schloss Eltz in Vukovar

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Schloss Eltz in Vukovar

um 1915

1736 kaufte der Reichs-Erzkanzler und Kurfürst von Mainz Philipp Karl von Eltz die Herrschaft Vukovar an der Donau im kroatischen Ostslawonien. Das Lehnsgut, zu dem auch 35 umliegende Ortschaften gehörten, war lange Zeit nur wenig ertragreich. Die Gewinne des Gutes flossen in die öffentliche Verwaltung und den Bau von Straßen und Brücken, was in jener Zeit auch dem jeweiligen Gutsherren oblag. Zudem stand das Gut unter der ständigen Bedrohung der Türken und umherziehender Räuberbanden. Erst mit dem Ende der Leibeigenschaft und der Bauernbefreiung 1848 entfielen diese Lasten für die Gutbesitzer. So konnte 1849 mit dem Bau des Mittelteils des Schlosses begonnen werden. Im Laufe der Jahre folgten zahlreiche Erweiterungen und Umbauten; die letzten am Anfang des 20.Jahrhunderts. Auch das Gut entwickelte sich durch großflächige Entwässerungsmaßnahmen und den Einsatz neuer Anbau- und Tierzuchtverfahren zu einem ertragreichen Unternehmen.

Vukovar war bis 1944 der Hauptwohnsitz des gräflichen Zweigs der Familie Eltz vom Goldenen Löwen deren ursprünglicher Stammsitz die Burg Eltz an der Mosel ist. Nach Ende des 2.Weltkriegs wurde die Familie Eltz enteignet. Seit 1968 befand sich im Schloß das Stadtmuseum von Vukovar. Nach der Erlangung der staatlichen Souveränität Kroatiens 1990 kehrte der Besitzer Jakob Graf zu Eltz in seine alte Heimat zurück und wurde Mitglied des kroatischen Parlaments in Zagreb.

Das Schloss selbst gehört zu den repräsentativsten Bauwerken aus der Epoche des Barock in Kroatien. Mit Beginn des Kroatien-Krieges 1991 wurde das Schloss, wie auch die Stadt Vukovar, stark zerstört. Die Innenräume sind heute teilweise renoviert. Die Gesamtrenovierung des Schlosses ist im Rahmen eines vom Europarat und vom Kultusministerium der Republik Kroatien ins Leben gerufenen Projektes vorgesehen.


Kroatien: P-30a, 20 Kuna, Rückseite mit Schloss des Grafen Eltz in Vukovar

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