Guatemala: Tikal

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Tikal


Die Stadt Tikal war eines der großen Zentren der Maya-Kultur, die etwa 900-750 vor Christus ihren Anfang nahm. Bereits 250 nach Christus war Tikal ein bedeutendes religiöses Zentrum und im Jahre 500 erreichte die Entwicklung der Stadt ihren Höhepunkt, während im 6. und 7. Jahrhundert die Macht schwand und keine neuen Gebäude mehr errichtet wurden. Dieses liegt daran, dass Tikal 562 eine wichtige Schlacht gegen den Erzfeind Calakmul, einen benachbarten Stadtstaat, verlor. In Folge dessen wurde ein neuer Herrscher von Calakmul in Tikal eingesetzt. Diese Abhängigkeit konnte erst 695 wieder durch Kämpfe beendet werden, allerdings war eine diplomatische Isolation mit anderen Stadtstaaten die Folge. Es folgte ein kurzer Aufschwung, in dem viele neue Gebäude entstanden. Anfang des 9. Jahrhunderts begann allerdings eine Stagnation und im 9./10. Jahrhundert wurde die Stadt sogar völlig verlassen. In der Blütezeit lebten bis zu 50.000 Menschen in Tikal. Hier befindet sich auch die mit 65 Metern Höhe größte Mayapyramide der Welt.
Grabungen bestätigen, dass in der Stadt umfangreiche Pyramiden und Tempel vorhanden waren. Deren Zahl wird auf ungefähr 3.000 Gebäude und Strukturen geschätzt, welche sich in einem Gebiet von 64 Quadratkilometer erstrecken. Tikal liegt in der heutigen guatemaltekischen Provinz El Petén, das gesamte Gebiet von Tikal und Umgebung wurde zum Nationalpark erklärt.


Tempel in Tikal auf: Guatemala, P-98, 0,5 Quetzal, Rückseite

Guatemala P-98 0,5 Quetzal Rs.jpg