Giuseppe Verdi

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Biographie von Giuseppe Verdi

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Der italienische Komponist Giuseppe Verdi (1813 - 1901) ist als eine führende Kulturerscheinung des 19. Jahrhunderts zu bewerten und zu bewundern.
Er wurde am 10.10.1813 in der kleinen Ortschaft Roncole bei Parma geboren. Ungeachtet großer Armut ermöglichte Vater Verdi - er war Schankwirt und Kleinkrämer - den Ankauf eines Spinetts sowie den ersten Musikunterricht für den musikhungrigen Jungen. Schließlich ging Verdi nach Mailand. Hier erlebte er die Enttäuschung, daß er keine Aufnahme in das Konservatorium fand!
Verdis Anfänge waren überhaupt in jeder Hinsicht entmutigend. Seine ersten beiden Opern, Oberto (1839) und König für einen Tag (1840) fanden keine Beachtung. Dazu kamen Schicksalsschläge, die sein glückliches Familienleben völlig zerstörten. 1840 starben innerhalb weniger Monate seine junge Frau und seine beiden kleinen Söhne.
Verdis erster Erfolg, der seinen Namen zugleich über ganz Italien trug, war die Oper Nabucco, die 1842 in Mailand uraufgeführt wurde.

Italien, P-101d, 1.000 Lire, 1969 - 1981, Teatro alla Scala (Mailänder Scala)

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Das Thema ist das Schicksal der Juden während der babylonischen Gefangenschaft (Nabucco ist König Nebukadnezar) und kam Verdis Empfindungen entgegen.
Verdi war glühender Patriot und wünschte nichts sehnlicher als die Befreiung und Einigung Italiens, das damals zum großten Teil unter österreichischer Herrschaft stand.
Die stärkste Wirkung in dieser Oper erzielt seit jeher der sogenannte Gefangenenchor - das Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen.

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Die kraftvolle Melodie und der zündende Rhythmus rissen zu spontaner Begeisterung hin.
Der Ruf Evviva Verdi!, der allerorten anläßlich der Opernaufführungen erscholl, wurde allgemein als Umschreibung für das verbotene Viva l'Italia empfunden. Und später, als man sich geeinigt hatte, Viktor Emanuel von Savoyen den Königsthron eines geeinten Italien anzubieten, sah man im Namen Verdi ein Symbol:
Vittorio Emanuele Re d'Italia (Viktor Emanuel, König von Italien)

Weitere Opern

Rigoletto Die Uraufführung fand in Venedig unter größtem Jubel statt. Der Titelheld war ein mißgestalteter Zwerg, was anfangs Befremden auslöste. Doch Verdi vermochte durch die rührende Wiedergabe der Vaterliebe Mitleid und Verständnis zu erwecken. Die feine Charakterisierung mit strahlendem Belcanto (ein kennzeichnendes Merkmal Verdischer Kunst!) ist im Rigoletto bereits mit vollkommener Meisterschaft erreicht. Jedem bekannt ist der Gesang des Herzogs Oh wie so trügerisch sind Weiberherzen…

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Aida Die Aida-Musik ist von hinreißender Schönheit. Wunderbar versteht es Verdi, mit nur wenigen Strichen immer wieder das exotische Kolorit Ägyptens zu treffen. Ein Musterbeispiel ist das zart hingehauchte Orchestervorspiel zum dritten Akt. Oktavsprünge im Pianissimo der sordierten Geigen und Flageolett-Töne der Celli erklingen, darüber eine Soloflöte, die zunächst nur Tonika und Dominante berührt, dann zwischen Dur und Moll geheimnisvoll wechselt. Das zaubert ein Landschaftsbild von geradezu zwingender Stimmungsgewalt hervor.
Verdis Vorliebe für Marschrhythmen kann sich am Ende des zweiten Akts voll ausleben. Eine herrliche Marschmelodie reiht sich an die andere! Der machtvollen Melodie des Volkschores begegnet der düstere Marschkanon der Priester. Jeder kennt den Triumphmarsch, unter dessen Klängen die siegreichen ägyptischen Krieger an ihrem König vorbeiziehen.
Verdi konnte sich nicht entschließen, zur Uraufführung anläßlich der Eröffnug des Suezkanals nach Ägypten zu fahren, da er die Seereise scheute.
Die Uraufführung war eine Weltsensation! Der triumphale Erfolg steigerte sich noch bei der italienischen Erstaufführung, die wenige Wochen später an der Mailänder Scala stattfand. Sofort trat Verdis Meisterwerk einen Siegeslauf ohnegleichen über alle großen Opernhäuser der Welt an.

Weitere berühmte Opern:

Der Troubador
La Traviata
Ein Maskenball
Die Macht des Schicksals
Die Sizilianische Vesper
Don Carlos
Simone Boccanegra
Othello
Falstaff


Italien, P-96b, 1.000 Lire, 1962 - 1968

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Italien, P-101d, 1.000 Lire, 1969 - 1981

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