Giraffe

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Massai-Giraffen in Sambia
Tansania P-32 (Rückseite). Im Vordergrund Massai-Giraffen, im Hintergrund der Kibo im Kilimandscharo-Massiv

Giraffen sind eine Gattung aus der Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla) in der Klasse der Säugetiere. Es gibt vier verschiedene Arten, die auf dem afrikanischen Kontinent, südlich der Sahara, vorkommen. Die frühere Zusammenfassung zu einer einzigen Art gilt seit 2016 als überholt. Die Lebensräume der Giraffen sind derart eingeschränkt, dass sich Tiere aus verschiedenen Arten in freier Wildbahn nicht begegnen. Der nächste lebende Verwandte ist das Okapi.

Bei den Giraffen werden die Bullen bis zu 6 Meter hoch und knapp 2 Tonnen schwer, die Weibchen sind kleiner und leichter. Giraffen sind damit die höchsten lebenden Landtiere. Der Nachwuchs kommt nach einer Tragezeit von 14 Monaten zur Welt und wiegt bei der Geburt ca. 50 kg. Schon nach einer Stunde können die Jungen stehen und innerhalb von wenigen Stunden auch laufen, obwohl es zu Beginn etwas wackelig aussieht. Nach etwa zwei Wochen können sie das Tempo der Herde halten. Die Giraffen ernähren sich fast ausschließlich von Blättern, die sie von den Baumkronen rupfen. Am liebsten fressen sie die Blätter der Akazie. Nur im Falle von extremer Nahrungsknappheit nehmen sie auch Gras und Blätter von niederen Büschen als Nahrung auf. Dazu brauchen sie so gut wie kein Wasser, da ihnen das in den Blättern vorhandene Wasser meist ausreicht. Muss eine Giraffe doch einmal trinken, dann muss sie die Vorderbeine stark spreizen, damit sie mit dem Kopf an den Boden kommt.

Giraffen leben in kleineren Herden, nur Giraffen-Bullen leben ab der Geschlechtsreife als Einzelgänger. In freier Wildbahn erreichen die Tiere ein Alter von etwa 25 Jahren. Fast alle Giraffen leben heute in Reservaten und Parks, um sie vor Wilderei zu schützen. Als natürlichen Feinde haben sie nur den Löwen zu fürchten. Jungtiere können aber auch anderen Raubkatzen zum Opfer fallen.

Auf afrikanischen Banknoten sind Abbildungen von Giraffen weit verbreitet. Auf Scheinen von Tansania werden sie auch als Wasserzeichen eingearbeitet.



Populationen und Ihre Verbreitung:

Population Art Wissensch. Name Vorkommen Status
Angola-Giraffe Südgiraffe Giraffa giraffa angolensis Botswana, Namibia, Sambia, Simbabwe gefährdet
Kordofan-Giraffe Nordgiraffe Giraffa camelopardalis antiquorum DR Kongo, Sudan, Tschad, Zentralafrik. Rep. gefährdet
Nubische Giraffe Nordgiraffe Giraffa camelopardalis camelopardalis Äthiopien, Sudan, Uganda gefährdet
Kapgiraffe Südgiraffe Giraffa giraffa giraffa Mosambik, Simbabwe, Südafrika
Westafrikanische Giraffe Nordgiraffe Giraffa camelopardalis peralta Benin, Burkina Faso, Kamerun, Mali, Niger stark gefährdet
Netzgiraffe Netzgiraffe Giraffa reticulata Äthiopien, Kenia, Somalia
Massai-Giraffe Massai-Giraffe Giraffa tippelskirchi Kenia, Sambia, Tansania