Francisco Ignacio Madero

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Biografie von Francisco Ignacio Madero

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Francisco Ignacio (Idalecio) Madero González war ein mexikanischer Revolutionär, Publizist und Politiker, von 1911 bis 1913 war er Präsident von Mexiko.
Madero wurde am 30.10.1873 als Sohn eines Großgrundbesitzers geboren. Seine Familie gehörte zu den Reichsten dieser Zeit in Mexiko und hatte ihr Geld vor allem mit Spirituosen verdient. Madero erhielt eine weltoffene Schulbildung in Baltimore, Versailles und Österreich und studierte schließlich an der Universität von Kalifornien in Berkley.
Er lehnte das bourgeoise Leben seiner Familie ab und versuchte sich für die Rechte der großen Zahl sehr armer Menschen in Mexiko einzusetzen. Als sich 1904 die Lage der Bevölkerung unter dem Diktator Porfirio Díaz verschlechterte, schloß er sich einem politischen Verein an, der den Ideen von Benito Juárez verpflichtet war. Kurz darauf wurde er wegen seines Einsatzes für die Menschenrechte erstmals verhaftet, konnte aber nach Kalifornien fliehen, wo er seine spätere Frau und Verbündete Sara Perez Gutierrez kennenlernte.
Nach seiner Rückkehr nach Mexico ging Madero 1908 offen gegen Díaz vor, indem er sein Buch La successión presidencial en 1910 (Die Präsidentschaftsnachfolge im Jahre 1910) herausbrachte und damit das Volk von der Wiederwahl des Diktator abbringen wollte. Zudem organisierte er eine Anti-Wiederwahl-Partei und machte sich damit zum größten Gegner von Díaz. Dieser ließ Madero 1910 zusammen mit 5000 anderen Gegnern während des Wahlkampfes wegen revolutionärer Aktivitäten verhaften; Díaz schaffte es, die Wahl knapp zu gewinnen.
Da Maderos Vater eine hohe Kaution hinterlegt hatte, gewährte man ihm einen bewachten Freigang, wobei ihm am 04.10.1910 die Flucht nach Texas gelang. Von dort aus erklärte er die Wahlen für ungültig und rief zum bewaffneten Aufstand auf. Die Revolution breitete sich aus und zusammen mit Francisco Villa besetzte Madero Chihuahua und Ciudad Juárez. Dort kam es im Mai 1911 zu Verhandlungen. Am 17.05.1911 unterzeichnete Madero einen Waffenstillstandsvertrag, dessen Bestandteil der Rücktritt von Porfirio Díaz war.
Nach einigen politischen Querelen wurde Madero im November 1911 Präsident von Mexiko. Seine Regierung war von Anfang an umstritten, auf Grund seiner politischen Unerfahrenheit beließ er die Offiziere und Beamten des Díaz-Regimes in ihren Ämtern. Aber auch an Widerstand aus den Reihen der Revolutionäre, insbesondere an Emiliano Zapata, scheiterten alle Reformversuche von Madero.
1912 brachen im Süden und Norden des Landes gleichzeitig Rebellionen aus, und im Februar 1913 wurde Madero vom Oberbefehlshaber der Armee, General Victoriano Huerta, mit Unterstützung des US-Botschafters und Porfirio Díaz' Neffen gestürzt. Huerta übernahm das Präsidentenamt.
Am 22.02.1913 wurde Francisco Madero zusammen mit seinem Vize-Präsidenten José María Pino Suárez bei einem angeblichen Fluchtversuch erschossen.


Mexico: PS-1071, 1 Peso, 1915, links Porträt Francisco I. Madero

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