Baluba

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Stamm der Baluba

Die Baluba leben in den halbautonomen Regionen der Demokratischen Republik Kongo und in einigen Regionen von Katanga und Kasai. Ihr Sprache ist Tshiluba, eine Bantusprache. Der Stamm der Luba existiert schon seit dem 5. Jahrhundert nach Christi. Sie handelten mit Salz, Palmöl und trockenem Fisch. Als Währung im Handel dienten rechteckige Kupferstücke.
Im 15. Jahrhundert schlossen sich die einzelnen Gemeinden zu einem Staat unter der Leitung eines Königs zusammen. Der König, der als Vermittler zwischen der Menschenwelt und der spirituellen und Ahnenwelt fungierte, wurde von einem Clan gewählt. Der König hatte drei Quellen der Macht:

  • Er führte eine weltliche Hierarchie von Gouverneuren und Untergouverneuren.
  • Er sammelte Tribut von den lokalen Gouverneuren, dieser Tribut wurde dann in Gestalt von Geschenken an treue Anhänger umverteilt.
  • Er besaß bedeutendes geistliches Prestige. Er war der Kopf des Bambudyes-Geheimbundes, dem alle Governeure, Chefs und Beamte angehörten.

Die Bambudye-Gesellschaft, die sowohl Männer als auch Frauen einschloss, ging über Verwandtschaftslinien hinaus und half dabei, das Reich zusammenzufügen. Diese Quellen trugen zu Macht und Prestige der königlichen Autorität bei.
Zwischen 1780 und 1870 erreichte das Luba-Königreich seinen Höhepunkt unter drei starken Linien: Ilunga Sunga (1780 - 1810), seinem Sohn Kumwimbe Ngombe (1810 - 1840), und Ilunga Kabale (1840 - 1874). Ab 1870 ging es mit dem Luba-Königreich bergab. Sie wurden vom Nyamwezi-Stamm im heutigen Tansania bedroht. Sowohl die Nyamwezi als auch die Suaheli-Araber verfügten über Schußwaffen, und dies erwies sich entscheidend. Die Luba wurden nicht unterworfen, aber die Suaheli-Araber konnten sie vom Handel mit den Dschungelstämmen im Norden abschneiden, während die Nyamwezi den Handel mit den Msiri im Süden beeinträchtigten. Sie waren jetzt umringt, sie benötigten dringend Waffen, und mit ihrer Wirtschaft ging es bergab. Um zu versuchen, den Rückgang aufzuhalten, verkauften sie den Portugiesen Sklaven. Aber auch der Sklavenhandel erstarb langsam und es gab dafür immer weniger Geld.
1874 wurde Ilunga Kabale ermordet, danach teilte sich die Königslinie der Luba in einander gegenseitig bekämpfende Fraktionen auf.
Unter belgischer Herrschaft kam es im Jahre 1895 zu einer großen Aufruhr, nach der Niederschlagung wurden sehr viele Lubanesen zur Zwangsarbeit in die Kupferbergwerke verschleppt. 1960 gewährten die Belgier der Demokratischen Republik Kongo Unabhängigkeit.



Belgisch-Kongo: P-19b, 1.000 Francs

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